Geschäftsmodell

Bargeld gegen Schlüssel im Autopfandhaus

Foto: IKZ

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Iserlohn. Bei Geldnot bedeutet das Pfandhaus für manche Menschen der letzte Ausweg. Wer keinen wertvollen Schmuck hat, kann jetzt auch sein Auto verpfänden. Ein Händler aus Lethmate ist Lizenznehmer von "Autopfand 24". Vor allem Handwerker nutzen diese Möglichkeit, um etwa Löhne bezahlen zu können.

Trotz Wirtschaftkrise floriert beim Letmather Autohändler Berthold Heins das Geschäft. Doch diesmal geht es nicht um Neu- oder Gebrauchtwagen. Heins betreibt seit Oktober das erste staatlich geprüfte Autopfandhaus im Märkischen Kreis. Zu ihm kommen Kunden, die ihren fahrbaren Untersatz verpfänden, weil sie „unbürokratisch” Geld benötigen und den Weg zur Bank scheuen. Berthold Heins ist Lizenznehmer von „Autopfand 24” mit Sitz in Wiesbaden.

Kunden können für zunächst drei Monate ihr Fahrzeug bei Heins verpfänden. Ob Motorrad, Oldtimer, Luxuskarosse, Trecker, Mähdrescher oder Bus: Wer bei ihm Schlüssel, Kfz-Schein und -Brief abgibt bekommt Bares: 50 Prozent des Verkehrswertes. Cash sofort auf die Hand, ohne Schufa- und Bankauskunft.

Zeitraum von drei Monaten

Über die Anzahl seiner Kunden schweigt Berthold Heinz, aber man merkt ihm an, dass er einige hat. Handwerker etwa, die kurzfristig Geld benötigen, um Löhne zu zahlen. Oder den Mann, der, von seiner Frau aus der Wohnung geworfen, Geld braucht, um eine eigene Wohnung anmieten zu können. Der Kunde zahlt pro Monat ein Prozent Zinsen, zuzüglich 3,5 Prozent Bearbeitungsgebühr pro angefangenem Monat. Wer sein Fahrzeug in dieser Zeit nicht ausgelöst hat, kann den Zeitraum um drei Monate verlängern, danach räumt ihm Berthold Heinz noch einmal eine Karenzzeit von einem Monat ein.

Wenn auch das nichts bringt, wird das Fahrzeug öffentlich versteigert. Aber: Altautos bringen wenig: „Die ganze Sache lohnt sich erst ab einem Verkehrswert von 5000 Euro”, so Heins.

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