Zensus 2011

Die Volkszähler sind unterwegs

Am 9. Mai ist der Zensus 2011 gestartet. Fragen über Fragen gilt es jetzt zu beantworten.

Am 9. Mai ist der Zensus 2011 gestartet. Fragen über Fragen gilt es jetzt zu beantworten.

Foto: REUTERS

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Hagen. Kaum ist der Zensus 2011 gestartet, tauchen gefälschte Fragebögen auf. Zu erkennen sind diese an Fragen nach erblich bedingten Krankheiten oder der sexuellen Orientierung. Die echten, grünen Zensus-Bögen zur Haushaltebefragung enthalten 46 Fragen, die (fast) alle beantwortet werden müssen. Ein Überblick.

Frage 1 bis 13
Nach den persönlichen Angaben von Name, Adresse, Geburtsdatum, Geschlecht, Religionszugehörigkeit und Familienstand folgen Fragen zur Anzahl der in Ihrer Wohnung lebenden Personen und zum Hauptwohnsitz dieser Personen. Die einzige freiwillig zu beantwortende Frage ist, zu welcher Religion Sie sich bekennen.

Frage 14 bis 22
Thema Zuwanderung: Sind Sie selbst, Ihre Mutter oder Ihr Vater nach 1955 in das heutige Gebiet der Bundesrepublik Deutschland zugezogen? Wenn ja, in welchem Jahr und aus welchem Staat.

Frage 23 bis 29
Es folgen Fragen zur Bildung und Ausbildung. Waren Sie in der Woche vom 9. bis 15. Mai 2011 Schüler/-in einer allgemeinbildenden Schule? Schulform? Klasse? - Für Personen unter 15 Jahren endet die Befragung an dieser Stelle. Alle anderen müssen weitere Fragen beantworten, etwa zum Schulabschluss, zum beruflichen Ausbildungs- oder (Fach-)Hochschulabschluss. Zudem wird nach einer Einordnung gefragt, um welchen Abschluss es sich handelt: beispielsweise ein Berufsvorbereitungsjahr, ein Abschluss einer Verwaltungsfachhochschule oder Promotion.

Frage 30 bis 36
Hier geht es um Berufstätigkeit, Nebenjobs, bezahlte Tätigkeiten. Sind Sie Zivildienstleistender? Schüler? Student? Rentner? Sind Sie unbezahlt in einem Betrieb tätig, der von einem Familienmitglied betrieben wird? Außerdem geht es um Ihre Tätigkeiten in der Woche vom 9. bis 15. Mai 2011.

Frage 37 bis 39
Es folgen Fragen, als was Sie derzeit tätig sind und wo Sie diese Tätigkeit hauptsächlich ausführen.

Frage 40 bis 43
Sollten Sie derzeit in keinem Beruf arbeiten, müssen Sie unter anderem beantworten, ob sie in den letzten vier Wochen etwas unternommen haben, um Arbeit zu finden und als was Sie zuletzt tätig waren.

Frage 44 bis 46
Zum Schluss geht es darum, den Betrieb, in dem Sie arbeiten, einer Branche zuzuordnen. Der Beruf soll näher beschrieben werden („Blumenverkäuferin“, nicht „Verkäuferin“) und durch weitere Erläuterungen ergänzt werden („Beratung, Verkauf, Verpacken von Pflanzen“).

Zahlreiche Interviewer unterwegs

Bei der Haushaltebefragung werden die Auskunftspflichtigen stichprobenartig ermittelt. Im Vorfeld wurden Erhebungsbeauftragte (Interviewer) geschult, die den Fragebogen mit den Ausgewählten ausfüllen. So soll eine möglichst genaue Momentaufnahme von Basisdaten zur Bevölkerung, zur Erwerbstätigkeit und zur Wohnsituation erzielt werden können.

In Hagen sind 72 Interviewer unterwegs, um rund 7500 Auskunftspflichtige zu befragen. Im Hochsauerlandkreis sind es 400 Interviewer, 33 300 Personen sind auskunftspflichtig. Im Märkischen Kreis liegt die Zahl der Interviewer bei 520, 52 000 Personen werden befragt. Kreis Olpe: 230 Interviewer, 20 000 Auskunftspflichtige. Kreis Siegen-Wittgenstein: 350 Interviewer, 34 400 Auskunftspflichtige. Ennepe-Ruhr-Kreis: 400 Interviewer, 36 000 Auskunftspflichtige. Kreis Soest: 550 Interviewer, 44 000 Auskunftspflichtige.

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