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Enervie verkauft an Niederrheiner

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Hagen/Düsseldorf.Es scheint ein schmackhafter Happen für alle, die am Tisch sitzen: Die Stadtwerke Krefeld steigen bei Lekker Energie ein. Enervie hat den Niederrheinern 49 Prozent seiner Anteile verkauft.

Gestern sind die Verträge unterschrieben worden, nachdem auch der Rat der Stadtwerke Krefeld der Anteilsübertragung zugestimmt hatte.

Die Südwestfalen Energie und Wasser AG (Enervie) hat erst Anfang des Jahres 2010 Lekker Energie zu hundert Prozent von Vattenfall übernommen. „Und wir hatten dabei von Anfang an vor Augen,“ sagt Ivo Grünhagen, Vorstandssprecher der Hagener Enervie Gruppe, „nach einem Partner zu suchen.“

Den idealen glaubt er nun in den Stadtwerken Krefeld gefunden zu haben. Zu 100 Prozent kommunal und mit einer Milliarde Umsatz befänden sich die Niederrheiner mit Enervie auf Augenhöhe, sagt Grünhagen und fügt hinzu: „Wir freuen uns sehr, mit den Stadtwerken Krefeld einen Partner gefunden zu haben, mit dem wir die ambitionierten Wachstumsziele der Lekker Energie nun gemeinsam auf eine breitere Basis stellen können.“

„Wir sind der Auffassung, erfolgreiche Unternehmensführung braucht Wachstum“, begründet Martin Cirener, Vorstandsvorsitzender der Stadtwerke Krefeld, die Beteiligung seines Unternehmens. Daher habe man auch eine Bareinlage zu Lekker strömen lassen, so Cirener - ohne konkrete Summen zu nennen: „Wir wollen damit das Geschäftsmodell stabilisieren und das Wachstum beschleunigen.“

Seinen Angaben zufolge gehört Lekker Energie heute bereits sowohl im Strom- als auch im Gasbereich zu den Top fünf der alternativen Anbieter von umweltfreundlichen Produkten. Das Energieunternehmen hat nach eigenen Angaben 300 000 Kunden. Schwerpunkt des Unternehmens sind bisher vor allem Berlin und Hamburg, die Metropolregionen. Eine halbe Million Kunden sollen es ab dem Jahr 2013 sein, prognostiziert Ivo Grünhagen. Schließlich erhoffen sich die Partner angesichts der vom Reaktorunglück in Japan angeheizten Energie-Diskussion für ein Unternehmen mit „umweltfreundlichen Strom- und Gasprodukten“ sehr gute Wachstumschancen.

Eine Million Kunden haben heute bereits alle drei Beteiligten zusammen - also Lekker, die Stadtwerken Krefeld und Enervie. „Damit kann man schon eine Menge bewegen“, so Ivo Grünhagen. Man wolle jetzt den Wettbewerb im Energiemarkt weiter beleben.

Und das bedeute letztlich für die Mitarbeiter in Südwestfalen, verspricht Grünhagen, dass die Arbeitsplätze sicher bleiben, wenn man durch die Partnerschaft wachse, mit allen drei Partnern auch neue Produkte entwickle. Man werde zum Beispiel künftig zu aktuellen Themen wie Smart Meter (so genannte intelligente Zähler), Elektromobilität und in der Beschaffung zusammenarbeiten.

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