Interview

Finanzierung der Regionale 2013 ist gesichert

Dirk Glaser, Geschäftsführer der Südwestfalen Agentur.

Dirk Glaser, Geschäftsführer der Südwestfalen Agentur.

Foto: Südwestfalen Agentur

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Hagen/Olpe. (mako) Immer wieder diese Meldungen: Schon wieder steht die Finanzierung der Regionale 2013 in Südwestfalen angeblich auf der Kippe. Nach Angaben des NRW-Wirtschaftsministeriums sollen alle Projekte, die aus Ziel-2-Mitteln gefördert werden, auf dem Prüfstand. Wir sprachen mit Dirk Glaser, Geschäftsführer der Regionale 2013.

Frage: Sind Regionale-Projekte in Gefahr? Wie ist der Stand der Dinge?

Glaser: Es ist richtig, dass die Verteilung der Ziel-2-Fördergelder derzeit überprüft wird. Ich kann aber versichern, dass unsere 3-Sterne-Projekte gesichert sind. In Altena ist der Bewilligungsbescheid ja bereits übergeben. Bei der „Denkfabrik Lüdenscheid“ und der „Automotive Kompetenzregion“ gibt es noch letzte Feinabstimmungen, ehe auch diese Vorhaben umgesetzt werden. Die städtebaulichen Projekte in Meschede und Siegen sind ohnehin nicht von Ziel-2-Mitteln abhängig.


Frage: Das heißt, Sie machen sich keine Sorgen um die Finanzierung?

Glaser: Nein. Wie gesagt, die jetzigen 3-Sterne-Projekte sind gesichert. Alle weiteren Projekte müssen wie bislang auch unser Qualifizierungsverfahren durchlaufen. Hierzu gehört, dass eine nachhaltige Finanzierung gewährleistet und mögliche Förderzugänge gefunden werden. Entscheidend dafür, ob ein Projekt umgesetzt wird oder nicht, ist und bleibt seine Qualität. Das hat uns auch die Landesregierung bestätigt.

Frage: Nervt es Sie nicht langsam, dass alle paar Wochen erneut über die Finanzen diskutiert wird?

Glaser: Natürlich sind diese Diskussionen nicht unbedingt hilfreich für unsere Arbeit. Aber man darf auch nicht ignorieren, dass die Finanzsituation auf kommunaler, auf Landes- und EU-Ebene schwierig ist. Insofern ist es richtig, dass Fördermittel sehr sorgsam eingesetzt und Ausgaben mehrfach geprüft werden. Dass mit Steuergeldern sorgfältig umgegangen wird, ist auch in unserem Sinne.

Frage: Muss die Landesregierung nicht endlich ein klares Bekenntnis zur Regionale abgeben?

Glaser: Das hat sie bereits getan. Wir haben zu Beginn des Jahres einen Brief von Frau Ministerpräsidentin Kraft erhalten, in dem sie eine Finanzierungszusage gegeben und bestätigt hat, dass ­Regionale-Projekte Vorrang durch alle Förderprogramme des Landes hinweg genießen. Minister Harry Kurt ­Voigtsberger hat dies ebenfalls stets betont. Die Landesregierung steht somit bei uns im Wort!

Frage: Haben Sie Vertrauen in die Aussagen der Landesregierung?

Glaser: Ja. Wir stehen in ständigem Austausch und Gesprächen mit Düsseldorf. Die Regionale ist bislang bemerkenswert verlaufen, viele positive Entwicklungen sind in Gang gesetzt worden. Südwestfalen wächst zusammen, die ­Menschen sind froh, dass in ihrer Heimat etwas bewegt wird. Diese positive Zwischenbilanz wird uns auch aus ­Düsseldorf immer wieder gegeben.


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