Biggesee

Ideen gesucht für den Tourismus an der Bigge

Foto: Hans Blossey

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Hagen.Die touristische Infrastruktur am Biggesee ist in die Jahre gekommen. Sorpe- und Möhnesee seien deutlich attraktiver, sagen Experten. Ein Ideenwettbewerb soll jetzt neue Konzepte zu Tage bringen – nicht von Fachleuten entwickelt, sondern von den Bürgern.

Der Aufschrei in der Bevölkerung war groß, als das Düsseldorfer Unternehmen Mediinvest vor nicht ganz einem halben Jahr seine Pläne für den Sonderner Kopf vorstellte. Auf der Halbinsel im Biggesee bei Olpe sollten Wellness-Hotels, Luxus-Häuser und Appartements entstehen. Dazu ein Erlebnispark statt ein Campingplatz. Nach kräftigem Gegenwind aus der Bevölkerung zog Mediinvest sein Vorhaben zurück.

Doch dass etwas getan werden muss, ist den Verantwortlichen im Kreis Olpe klar. Kurzerhand beauftragten sie vor den Ferien die Sauerland-Tourismus GmbH, einen Ideenwettbewerb zu starten.

Heute geht die zugehörige Homepage online. Dort können alle Interessierten ihre Ideen einreichen. Als Text, Video, Foto, Collage oder als Zeichnung. „In der ersten Phase werden wir erst einmal alle Ideen sammeln“, erklärt Jürgen Fischbach, Marketingleiter bei Sauerland Tourismus. Welche Ideen eingereicht werden, ist in dieser Phase noch völlig offen. Einzige Vorgabe ist eine touristische Nutzung des 15 Hektar großen Areals.

„Die besten Ideen kommen manchmal aus unterschiedlichen Richtungen – und nicht nur von Tourismusprofis, sondern oft auch von den Leuten, die selbst am besten wissen, wie sie ihre Freizeit verbringen möchten“, erklärt Anna Galon, Pressesprecherin von Sauerland Tourismus das Vorgehen. Über die Sozialen Netzwerke wie Twitter und Facebook sowie Newsletter sollen auch die Touristen auf die Kampagne aufmerksam gemacht werden. Einsendungen per Post können auch berücksichtigt werden.

In einer zweiten Phase ab Ende Oktober sollen dann die Projekte gebündelt, verfeinert und mit Experten besprochen werden. Eine Fachjury bewertet dann die einzelnen Projekte und stellt sie dem Kreis Olpe vor. „Schon in dieser Projektphase geht es auch darum, mögliche Interessenten und Investoren zu finden“, erklärt Fischbach. „Denn eigentlich ist der Sonderner Kopf das Filetstück am Biggesee und im Sauerland. Leider haben das die Investoren bislang nicht erkannt.“

Die Ideenkampagne haben die Marketingexperten von Sauerland Tourismus bewusst nicht als Wettbewerb ausgelegt. „Wir wollen keinen Wettstreit um die beste Idee. Wir wollen die besten Ideen sammeln und die Meinung der Bevölkerung hören“, sagt Fischbach.

Um den Bürgern die Teilnahme trotzdem zu versüßen, gibt es eine Community-Party für alle die, die sich besonders bei der Kampagne engagiert haben.

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