Pfadfinder

In Rüthen greifen die Pfadfinder in den Kulturbeutel

Foto: Fabian Boncek

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Rüthen.Ein Schelm, der beim Zeltplatz „Eulenspiegel“ an närrische Streiche denkt. Über Fronleichnam campieren hier mehr als 300 Jugendleiter der Pfadfinderschaft St. Georg aus dem Erzbistum Paderborn.

Die Frauen und Männer, alle über 18 Jahre alt, greifen in den „Kulturbeutel 2011“ und machen das, was sie immer schon einmal machen wollten. Sie errichten Statuen aus Gips, schmieden mit Gold oder versuchen sich an Partyfrisuren. Vieles mehr ist im Angebot.

Sie selbst formulieren die Losung des Camps allgemeiner: Vier Tage lang Seltsames ausprobieren, Neues entdecken und Wirres präsentieren.

Und warum?

„Hier können die Leiter einmal selbst Teilnehmer sein, Kontakte pflegen und Leute treffen“, sagt Pressereferent Dirk Lankowski, „es ist Belohnung und Motivation zugleich für die Arbeit, die die Leiter Jahr für Jahr leisten.“

Wer glaubt, die Zahl der Pfadfinder nehme entsprechend des demographischen Wandels ab, der befindet sich auf dem Irrweg.

„Wir gründen im ­Bistum jedes Jahr sieben neue Stämme“, sagt Lankowski. „Insgesamt sind es gegenwärtig mehr als hundert, in der Regel mit 80 bis 120 Mädchen und Jungen. Die Zahl der Mitglieder im Bistum liegt bei 7500.“

Nachwuchssorgen hat die Pfadfinderschaft St. Georg im Zeitalter des Internets nicht. Virtuelles Miteinander reicht ihrem Nachwuchs nicht aus.

Ein Erklärung?

„Viele Kinder und Jugendliche suchen Orientierung und Gemeinschaft. Sie wollen was mit ihren Freunden erleben“, glaubt Lankowski. Nicht am Computer, ganz real.

Dass die gemeinschaftlichen Erlebnisse und Unternehmungen für ein Leben prägen, weiß Lankowski. Er ist 23 Jahre alt und gehört zum Pfadfinderstamm in Warstein: „Pfadfinder ist man ein Leben lang. Viele Ältere unterstützen uns bis heute.“

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