WDR hat den beliebten Radio- und TV-Musikwettstreit eingestellt

Karneval ohne närrische Hitparade

Foto: WDR/Martin Eggert

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Bis Aschermittwoch gibt es fast keinen Tag, an dem der WDR nicht im Radio oder Fernsehen das bunte Treiben in die Wohnzimmer bringt. Nur eine Traditionssendung fehlt in diesem Jahr: „Die närrische Hitparade”. Der beliebte Musikwettstreit, seit jahrzehnten im Programm, wurde eingestellt.

Sie läuft auf Hochtouren, die Karnevalssession 2009. Bis Aschermittwoch gibt es

Auf der Suche nach dem besten Karnevalslied und den überzeugendsten Interpreten hatten sich seit 1977 Jahr für Jahr Hunderte von Stimmungsmachern beim WDR beworben. Ob Bläck Fööss, Höhner oder Paveier - sie alle haben einmal bei der „Närrischen Hitparade” angefangen: Heute sind sie Stars im Karneval. Aber auch die Landeier aus Harsewinkel wären ohne die WDR 4-Sendung, deren Finale auch im dritten Fernsehprogramm zu sehen war, heute längst nicht so populär.

Warum nun das Aus? Spargründe können nicht wirklich der Grund für das Ende der „Närrischen Hitparade” sein. Denn lange schon zog das Team um die Moderatoren Marita Köllner und Gisbert Baltes schon nicht mehr über die Dörfer im ganzen Land- die Show wurde in den letzten Jahren in den Studios in Köln-Bocklemünd produziert. Die Quote hat auch gestimmt - das Finale kam auf einen zweistelligen Marktanteil.

WDR-Unterhaltungschef Axel Beyer äußerte sich zur Einstellung der „Närrischen Hitparade” so: „Angesichts der Inflation von Casting-Shows hat sich das Prinzip der Hitparade überlebt. Wir arbeiten aber kontinuierlich daran, dem karnevalistischen Nachwuchs eine Plattform in unserem Programm zu geben.“ Der Sender überlege neue Karnevalskonzepte, sagt eine Sprecherin. So gibt es am 15. Februar noch eine Ausgabe von „So lacht NRW” mit Bernd Stelter. Thema der Stelter-Show: die schönsten Karnevalslieder und die besten Büttenredner.

Daneben gibt es natürlich auch wieder Karnevals-Klassiker wie die „Verleihung des Ordens wider den tierischen Ernst” (9. Februar, ARD), „Düsseldorf Helau” (18. Februar, ARD), „Weiber live” (19. Februar, WDR), „Stunksitzung” (19. Februar, WDR), „Karneval Anno Pief” (20. Februar, WDR), „Feiern bis d'r Zoch kütt” (22. Februar, WDR) und „Rosenmontag in den WDR-Arkaden” (23. Februar, WDR).

Marita Köllner und der aus Heggen stammende Gisbert Baltes (57), die zehn Jahre lang ein eingespieltes Team waren, sollen im Karnevalsprogramm des WDR aber weiter präsent sein. Baltes ist gemeinsam mit Willibert Pauels („Der fromme Jeck”) Kommentator der Schull- und Veddelszöch sowie des Rosenmontagszuges.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (1) Kommentar schreiben