Arbeitslosigkeit

Kurzarbeit stabilisiert Beschäftigung in Südwestfalen

Foto: ddp

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Hagen/Düsseldorf. Die Kurzarbeit war auch im November der Rettungsanker für den Arbeitsmarkt in der Wirtschaftskrise. Seit Ende Oktober ist die Arbeitslosigkeit in Südwestfalen und ganz NRW sogar erneut leicht gesunken. In der Region war dies der dritte, landesweit der vierte Rückgang in Folge.

Die Arbeitsagenturen in NRW zählten Ende November 777 589 Arbeitslose. Das waren 6726 oder knapp ein Prozent weniger als ein Monat zuvor - aber weiter deutlich mehr (65 025, 9,1 Prozent) als vor einem Jahr. In den fünf südwestfälischen Agenturbezirken ging die Arbeitslosigkeit ebenfalls geringfügig um 455 (0,6 Prozent) auf 79 853 zurück. Der Anstieg im Jahresvergleich ist in der Zulieferregion aber nach wie vor so kräftig wie nirgendwo sonst in NRW: Vor einem Jahr wurden in Südwestfalen noch 15 865 oder fast ein Viertel Arbeitslose weniger registriert.

„Die zahlenmäßig günstige Entwicklung am Arbeitsmarkt und die positiven Signale aus der Wirtschaft sind erfreulich, aber kein Beleg für eine durchgreifende Entspannung. Wir befinden uns immer noch auf dünnem Eis”, bilanzierte die Chefin der NRW-Arbeitsagentur, Christiane Schönefeld. Bisher setzen die meisten Betriebe in der Flaute noch auf Kurzarbeit statt Entlassungen. Doch wie lange noch? „Die Unternehmen halten so lange an den Belegschaften fest, wie sie die Zuversicht haben, dass die Auftragseingänge bald wieder nach oben gehen”, sagte Schönefeld.

Kurzarbeit bleibt daher aus ihrer Sicht auch 2010 unverzichtbar - auch wenn die Nachfrage danach zuletzt gesunken ist. So lag die Zahl der Kurzarbeiter Ende Septmber um ein Viertel niedriger als zur Jahresmitte. Landesweit waren noch 236 000 Beschäftigte in 13 200 Firmen in Kurzarbeit. Damit seien bei einem durchschnittlichen Arbeitsausfall von 30 Prozent rechnerisch rund 78 000 Arbeitsplätze gesichert worden.

Indiz für die weiter angespannte Lage am NRW-Arbeitsmarktes ist die verhaltene Nachfrage nach Arbeitskräften. Aus Wirtschaft und Verwaltung gingen im November nur noch 27 510 offene Stellen ein, 2880 weniger als im Oktober und 3930 weniger als vor einem Jahr.

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