Raseraffäre

Minister Wittke zurückgetreten

Foto: WP Meschede

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Meschede/Düsseldorf. NRW-Verkehrsminister Oliver Wittke (CDU) ist nach der Raser-Affäre im Sauerland von seinem Amt zurückgetreten. Wittke zog die Konsequenzen aus der öffentlichen Protestwelle.

Die WESTFALENPOST hatte exklusiv berichtet, dass Wittke im November mit Tempo 109 in geschlossener Ortschaft im Mescheder Ortsteil Olpe geblitzt worden war und seinen Führerschein für zwei Monate abgeben musste.

Mit seinem Rücktritt hat Wittke die Flucht nach vorn angetreten, weil weitere belastende Details zu Tage getreten waren. Nach Informationen aus CDU-Kreisen hatte er bereits vor acht Jahren in seiner Amtszeit als Oberbürgermeister in Gelsenkirchen wegen Raserei auf der A 2 bei Herten erstmals für vier Wochen den „Schein” verloren.

Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) hatte dem Minister bereits am Wochenende die Gelbe Karte gezeigt, weil Wittke den Regierungschef nicht über seine Tempofahrt im Sauerland informiert hatte. Auch vom ersten Führerschein-Entzug war Rüttgers nicht unterrichtet. Die Opposition hatte mehrfach Wittkes Rücktritt gefordert. Die Deutsche Verkehrswacht kritisierte, dass der Verkehrsminister seine Vorbildfunktion verloren habe.

Wittke wird sein Landtagsmandat behalten und auch als CDU-Bezirkschef im Ruhrgebiet weiter tätig sein. Noch am 11. November hatte Wittke für eine Kampagne der Landesverkehrswacht („Runter vom Gas”) geworben - obwohl er da bereits den Führerschein wegen Rasens verloren hatte. Am Dienstag hatte er sich in der CDU-Fraktion für sein Vergehen entschuldigt.

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