Sanitärarmaturen-Branche

Pläne zum Wassersparen

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Hemer/Brüssel. Die Sanitärarmaturenhersteller in Südwestfalen könnten von Plänen der EU-Kommission zu größerer Gebäudeeffizienz profitieren. Die Behörde will offenbar den Wasserverbrauch in den Mitgliedsstaaten langfristig um bis zu 30 Prozent senken.

Die Kommission wies aber Medienberichte zurück, wonach sie Hausbesitzer und Vermieter zum Wassersparen verpflichten will. „Ich will sehr deutlich machen, dass die Kommission derzeit nicht vorhat, wassersparende Hähne verpflichtend zu machen“, sagte EU-Umweltkommissar Potocnik in Brüssel. Allerdings untersuche seine Behörde Möglichkeiten, in Europa Wasser zu sparen. Die Behörde arbeite an einem Grundsatzpapier zum Thema Wasser für 2012. Derzeit würden Studien dazu erstellt. Dabei gehe es auch um den Wasserverbrauch in Gebäuden.

Ersten Medienberichten zufolge sollten Hausbesitzer und Vermieter verpflichtet werden, Duschköpfe, Toilettenkästen und Wasserhähne zu ersetzen, um den Wasserdurchfluss zu verringern. Damit wären auch auf Mieter neue Belastungen zugekommen. Je Wohnung hätten dabei etwa 400 Euro investiert werden müssen. Bei den 25 Millionen Eigenheimen und Wohnungen in Deutschland hätten sich die Kosten somit auf mehr als zehn Milliarden Euro summiert. Mit den Plänen will der Umweltkommissar die Wasserknappheit in Südeuropa bekämpfen.

Beim Weltmarktführer Grohe mit Stammsitz in Hemer sieht man den geplanten Maßnahmen gelassen entgegen. Das Unternehmen setze bereits heute auf Wasser-Ersparnis, betonte Grohe-Sprecherin Ulrike Heuser. So sei es technisch möglich, mit Hilfe eines sogenannten Eco-Buttons den Wasserverbrauch an Waschbecken, Duschen oder WC um 45 Prozent zu reduzieren, „ohne dass der Verbraucher es merkt.“

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