Alarmierende Studie

Schulessen macht die Kinder zu dick

Foto: ddp

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Arnsberg/Hagen. Nordrhein-westfälische Schüler werden in vielen Schulkantinen mit katastrophal schlechtem Essen versorgt. Das stellt eine aktuelle Studie der Hochschule Niederrhein fest. Die Forscher bemängeln vor allem die ungesunde Zubereitung und mangelnde Hygiene.

Die Qualität des Schulessens in NRW ist zum Teil katastrophal. Eine Studie hat ergeben, dass in Mensen häufig ungesunde Speisen angeboten werden und bei Zubereitung sowie Ausgabe mangelnde Hygiene an der Tagesordnung ist. Zu diesem Ergebnis kommt Professor Volker Peinelt, Ernährungswissenschaftler an der Hochschule Niederrhein.

Der Experte hat für das Verbraucher- und Schulministerium einen Bericht zum aktuellen Stand seiner Untersuchungen vorgelegt. Demnach ist die Lage „schlecht bis katastrophal”. Der Wissenschaftler mit dem Fachgebiet Catering-Services und Lebensmittelhygiene hat ein Zertifizierungsprogramm entwickelt, nach deren Maßstäben er die Qualität der Schulessen bewerten kann.

Zu oft steht Fleisch auf dem Speiseplan

Die Ergebnisse dürften den Schülern kaum Appetit auf ein Mittagsmahl in der Mensa machen. Peinelt prangert unter anderem fehlendes Spülmittel und Putzzeug in den Küchen an. Das Essen sei zudem häufig unausgewogen und zu fetthaltig. Zu oft stehe Fleisch auf dem Speiseplan, zu selten Gemüse.

Da es keine einheitlichen Standards für die Essensqualität gebe, sei das ausschlaggebende Kriterium für die Auswahl des Essenslieferanten häufig allein der Preis. Schulverpflegung könne besser organisiert werden, sagt Peinelt. Mit zentralen Großküchen für eine Stadt oder einen Stadtbezirk könnte eine einheitliche Qualität erreicht werden.

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