Grohe-Armatur als Mineralbrunnen

Sprudel direkt aus dem Wasserhahn

Foto: ddp

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Hemer/Düsseldorf. Der Armaturenhersteller Grohe will den Sprudelherstellern das Wasser abgraben: mit einem Filter, der aus gewöhnlichem Leitungswasser trinkbares Mineralwasser macht.

Unter der Spüle versteckt wird zwischen Wasserhahn und Leitung ein Filter geschraubt. Er soll den Härtegrad des Wassers reduzieren, Trübungen sowie „geschmacksstörende Inhaltsstoffe” herausfiltern, heißt es aus der Presseabteilung des Unternehmens. Der Filter reicht für 600 Liter Wasser, dann muss die Kartusche gewechselt werden. Die Armatur verfügt über zwei getrennte Leitungen: eine für gefiltertes Wasser, eine für gewöhnliches Mischwasser.

Vom kommenden Jahr an wird dieses als „Grohe Blue” vermarktete System auch mit Kohlensäure angeboten: Dann kommt das Wasser aus dem Hahn nicht nur gefiltert, sondern zugleich gekühlt und mit Kohlensäure versetzt.

Der Vorteil: Im Gegensatz zu anderen Soda-Geräten hält sich die Kohlensäure nach Unternehmensangaben länger im Wasser. Zudem nehme „Grohe Blue” auf der Arbeitsplatte keinen Stauraum weg. Im Übrigen streicht man bei Grohe gern heraus, dass man mit diesem Produkt die Umwelt schütze: keine Flaschen, kein Transport mit dem Lkw durchs Land. Zudem müsse der Verbraucher keine schweren Wasserkisten schleppen.

Wie teuer der Kohlensäure-Sprudler wird - darüber gibt das Unternehmen noch keine Auskunft. Produziert wird das neue System nicht im Stammwerk Hemer sondern am Standort Lahr. Zusätzliche Mitarbeiter werden für die Produktion offenbar nicht eingestellt. Dafür soll das Produkt dem Unternehmen wohl neue Umsätze bringen. Man wolle einen ganz neuen Markt begründen, so Grohe-Chef David Haines im Interview mit der Tageszeitung Welt. Man sei bei Grohe trotz der Wirtschaftskrise „sehr gut unterwegs”, fügt er hinzu.

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