Wehmeyer auf gutem Kurs

Wehmeyer wieder auf dem Weg in die Gewinnzone

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Hagen. Ein Jahr nach der Insolvenz des Modehauses Wehmeyer sieht die neue Geschäftsführung das Unternehmen auf gutem Kurs.

Die Verluste konnten von etwa 15 auf unter zwei Millionen Euro reduziert werden, wie Ranjan mitteilte. Mit schwarzen Zahlen bei Wehmeyer rechnet Ranjan ab dem nächsten Jahr. Bereits 2011 solle die Bekleidungskette wieder wachsen. Geplant sei dann die Eröffnung neuer Geschäftsfilialen.

Derzeit gibt es bundesweit 23 Wehmeyer-Niederlassungen, 18 davon in NRW, drei in Rheinland-Pfalz und zwei in Niedersachsen. Bei dem Unternehmen sind derzeit etwa 530 Mitarbeiter tätig. Das Modehaus, dessen Zentrale sich in Aachen befindet, bietet Waren in der mittleren Preislage und will in erster Linie Kunden in der Altersgruppe ab 30 Jahren ansprechen.

Ursprünglich habe er mit Wehmeyer bereits in diesem Jahr eine schwarze Null schreiben wollen, sagte Ranjan. Die Auswirkungen der Wirtschaftskrise hätten dieses Ziel jedoch verhindert. Derzeit liege der Umsatz bei etwa 75 Millionen Euro pro Jahr.

Im November 2008 hatte der geschäftsführende Gesellschafter das insolvente Modehaus Wehmeyer übernommen und führt es seitdem als Wehmeyer Lifestyle GmbH weiter. Nach Angaben Ranjans war der Zeitpunkt der Übernahme schwierig. „Am globalen Wirtschaftshimmel waren bereits dunkle Wolken aufgezogen“, erinnert sich Ranjan. Heute hätten sich viele Wolken bereits verflüchtigt.

Lohn nach Leistung

Er habe mit den Beschäftigten einen Sanierungstarifvertrag mit stärkerer leistungsabhängiger Komponente ausgehandelt, berichtete Ranjan, und „eine neue transparente Führungskultur” etabliert: „Wir sind auf einem guten Weg aber noch nicht über den Berg“. In einem Jahr wird die Marke Wehmeyer 60 Jahre alt. „Das wollen wir natürlich feiern“, sagt Ranjan. Bis dahin gebe es aber noch viel Arbeit.

Vertreten ist die Bekleidungskette Wehmeyer in Aachen (Zentrale), Alsdorf, Bonn, Borken, Düren, Geldern, Grevenbroich, Göttingen, Hagen, Hückelhoven, Hürth, Jülich, Köln, Koblenz, Lüdenscheid, Leverkusen, Marl, Mülheim-Kärlich, Nordhorn, Porta Westfalica, Remscheid, Siegburg und Worms.

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