Sparkurs

Wuppertal gibt das Schauspielhaus auf

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Wuppertal. Die Stadt Wuppertal gibt ihr Schauspielhaus auf, schon 2012 soll die Spielstätte geschlossen werden. Insgesamt will Wuppertal 30 Prozent im Bereich Kultur einsparen. Unklar ist noch, ob das auch das Aus für die Sparte Sprechtheater an der Wupper bedeutet.

Die Stadt Wuppertal will ihr Schauspielhaus aus Spargründen als Spielstätte 2012 aufgeben. Wuppertals Oberbürgermeister Peter Jung und Stadtdirektor Dr. Johannes Slawig stellten jetzt ein Haushaltssicherungskonzept für die Jahre 2010 bis 2014 vor, das empfindliche Streichungen im Bereich Kultur vorsieht. Insgesamt will die Stadt 216 Millionen sparen, im Bereich Sport und Kultur sollen jeweils 30 Prozent gestrichen werden, die Zuschüsse für den Breitensport aber erhalten bleiben.

Ganze Sparte gefährdet

Der Zuschuss für die Wuppertaler Bühnen sollen stufenweise um zwei Millionen Euro zurückgefahren werden. Das Schauspielhaus wird als Spielstätte aufgegeben. Vorgeschlagen werden weiterhin Erhöhungen der Eintrittspreise bei den Sinfoniekonzerten sowie eine Erhöhung des Schulgelds für die Bergische Musikschule.

Grund der Sparpläne sei, dass das Eigenkapital der Kommune voraussichtlich 2011 aufgezehrt sei und die Überschuldung drohe.

Völlig unklar bleibt, ob das Schauspielhaus nur als Spielstätte aufgegeben wird, oder ob das Sprechtheater als eigene Sparte gefährdet ist. Auf jeden Fall erspart sich die Stadt mit der Aufgabe des Schauspielhauses die Renovierung des Gebäudes, das derzeit zwecks Sanierung geschlossen ist. Erst im Januar war die historische Wuppertaler Oper wiedereröffnet worden. Die Renovierung hatte 25 Millionen Euro gekostet, dabei hatte die Jackstädt-Stiftung die Stadt unterstützt.

Beim kulturellen Streichkonzert will Wuppertal noch stärker mit den bergischen Nachbarstädten Remscheid und Solingen kooperieren und hofft dabei auf weitere Sparpotenziale. Bereits jetzt spielen die Wuppertaler Bühnen auch im Theo-Otto-Theater in Remscheid. Bei verstärkter Zusammenarbeit wäre dann wohl kein Platz mehr für zwei Sinfonieorchester im Städtedreieck. Dann sähe es für die Zukunft der Bergischen Sinfoniker in Remscheid düster aus.

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